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Dezember 2006 | Eurowings ist Vorreiter im Security Training
Drittes Ausbildungsseminar für Personal mit besonderen Aufgaben der Luftsicherheit.
Im Jahr 2002 hat die Europäische Union neue Verordnungen für die Sicherheit im Luftverkehr erlassen (EU-VO 2320/2002). Damit wird der Luftfahrt einiges abverlangt. Unter anderem sind Personen-, Gepäck-, Cargo- und Postfracht-kontrollen gänzlich neu geregelt. Auch Zugangskontrollen zu sensiblen Sicherheitsbereichen sowie die Schulung von Personal sind darin seit 2002 geregelt.
Die Mitgliedsstaaten der EU sind seit dem Erlass dazu verpflichtet, ein einheitliches Ausbildungsprogramm als nationale Vorlage zu erstellen, nach dem alle in der Luftfahrt tätigen Unternehmen ihre Mitarbeiter trainieren müssen. Bis zum Herbst 2006 hat der Bund jedoch noch kein Schulungsprogramm vorgelegt – im Gegenteil: Es soll eine Verordnung dafür erstellt werden. Darauf allerdings kann Eurowings nicht warten, denn gemäß der EU-Verordnung ist kein Luftfahrtunternehmen davon entbunden, sein Personal entsprechend zu schulen.

Daher schult das Security Department in einem auf 35 Stunden angelegten „Security Seminar“ das „Personal mit besonderen Aufgaben der Luftsicherheit“ nach eigenem Ausbildungsplan. Damit ist Eurowings das erste deutsche Luftfahrtunternehmen, welches eine solche Schulung erarbeitet hat. Als Teilnehmer wurden zunächst alle „alten“ sowie einige „neue“ Security Trainer eingeladen, um sie mit den neuen Verordnungen, Gesetzen und Erlassen vertraut zu machen.
Doch nicht nur trockener Stoff wurde vermittelt: Am dritten Lehrgangstag durften die Teilnehmer bei einer Besichtigung des Flughafens Dortmund von dessen Luftsicherheitsbeauftragten erfahren, welche Sicherungspflichten die Airports zu leisten haben und welche Kosten die Flughafenbetreiber tragen.
In einer zweiten Runde haben sich die Teilnehmer die automatische und mehrstufige Gepäckförder- und Kontrollanlage für das aufgegebene Reisegepäck angesehen – ein Bereich, der für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich ist. Die Seminarteilnehmer hätten sich in der Tat niemals vorstellen können, dass das Reisegepäck in so aufwändiger Art und Weise auf verbotene Gegenstände und Sprengstoffe kontrolliert wird.
Zum Abschluss des Seminars gab es neben einer einstündigen Lernzielkontrolle noch die Möglichkeit, Markus Dönges, den Inspektionsleiter der Bundespolizei „Schutzaufgaben Luftverkehr“, bei einem Vortrag kennen zu lernen und alles über den Einsatz von Flugsicherheitsbegleitern (Skymarshalls) zu erfahren.Nach diesem Aviation Security Training hatten die Teilnehmer – darunter auch zwei Mitarbeiterinnen von Germanwings und einer von EAE – zwar eine anstrengende, aber auch erfahrungsreiche Woche hinter sich gebracht. Sie können zukünftig ihre besonderen Aufgaben der Luftsicherheit mit fundiertem Wissen wahrnehmen.
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