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Im Himmel über Stuttgart

Einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt, der nicht nur Schwabenkinder umhaut, könnt ihr vom Fernsehturm auf 144 Metern genießen. Der Glaswürfel des Kunstmuseums – check! Das Alte Schloss – check! Alle Sehenswürdigkeiten auf einen Blick, umgeben vom Dächermeer der schwäbischen Landeshauptstadt. Kenner:innen wählen den „Fernsehturm für Frühaufsteher:innen“ und bekommen das Ganze samt Sonnenaufgang XXL.

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Der Blick über Stuttgart aus der Luft.
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Echte Helden: Schwäbische Maultaschen in der Markthalle

Jede Metzger:in hat sein eigenes Rezept für die „Herrgottsb’scheißerle“. Der etwas eigenwillige Name rührt daher, dass der Legende nach während der Fastenzeit Fleisch in den Teigtaschen vor dem lieben Gott versteckt wurde – einfallsreich sind sie ja, die Schwäb:innen! Viele haben ihre eigene Maultaschen-Dealer:in (wenn sie die leckeren Teigtaschen mit Spinat-Brät-und-geheimer-Zutat-Füllung nicht gleich selber machen). Die Maultaschen der Metzgerei Konkel, die ihr direkt neben dem Schwyzer Stand in der wunderschönen Jugendstil-Markthalle bekommt, gehören zu den Favoriten vieler Stuttgarter. Wenn niemand hinter der Kühltheke steht, einfach klingeln!

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Eine Portion schwäbische Maultaschen in einer gußeisernen Pfanne. Quelle: Westend61 on Offset
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Schwäbischer Kult-Snack am Schlossplatz

Kaum zu glauben – aber ausgerechnet auf der vielfrequentierten Königstraße gibt es hervorragende Brezelexemplare. Ganz besonders gut schmeckt das Laugenbackwerk an den beiden Brezelkörble-Ständen der Bäckerei Frank vor dem Buchhaus Wittwer und ein paar Meter weiter an der Ecke Büchsenstraße. Da sind sich (nicht nur) die Stuttgarter:innen einig!

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Close-up einer Laugenbrezel.
Tausch Fischbrötchen gegen „Herrgottsb’scheißerle“ und entdecke Stuttgart von seiner besten Seite.
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Gutes Essen in Omas schwäbischer Küche

Wenn ihr persönlich keine Schwäb:innen kennt, die zu „Laise, Spätzle ond Soidewürscht“ einladen, müsst ihr nicht verzagen: In der Kochenbas im Stuttgarter Süden (Immenhofer Straße) schmecken die schwäbischen Spezialitäten wie bei der Oma. Oder besser, wie in Omas Küche. Denn der Gastraum ist so eng und gemütlich, dass ihr zwangsläufig mit allen Tischnachbarn ins Gespräch kommt. Und feststellt: Die sind gar nicht so muffelig, diese Schwaben. Nur manchmal etwas schwer zu verstehen …

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Der Wein, der überm Bahnhof wächst

Stuttgart besitzt ein eigenes Weingut, dessen Rebflächen mitten in der Innenstadt liegen (ja, der Hang über dem Bahnhof ist ein Weinberg). Probieren könnt ihr den Trollinger aus der Mönchhalde zum Beispiel im Pop-up-Store des Weinguts der Stadt Stuttgart in der Kronprinzstraße. Im Laden geht's überhaupt lokal-schwäbisch zu: hier gibt’s auch Stücke aus regionalem Schreinerhandwerk, Obstbrände und Wurstspezialitäten aus der Landmetzgerei. Warum nicht gleich zum Wein ein Stück Schinken verkosten?

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Blick auf das Weingut direkt in Stuttgart.
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Von jungen Winzern und g'schlotztem Wein

Ein Trollinger wird nicht getrunken, er wird geschlotzt. Furore machen die Weine der Jungwinzer Junges Schwaben, die man (nicht nur) im Herbst während des Weindorfs, wenn der rote Rebensaft in Strömen fließt, verkostet. In der Weinstube Klösterle in Bad Cannstatt dagegen – untergebracht im ältesten Wohnhaus Stuttgarts – könnt ihr das ganze Jahr über euren Trollinger mindestens ebenso stilecht – genau! – schlotzen.

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Ein Weinberg im Herbst bei Sonnenuntergang.
Einsteigen in Bremen, ankommen zwischen Weinbergen und Großstadtflair.
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Schwaben-Gadgets für zu Hause

„Mir kaufet nix, mir gucket bloß“ – diesen Wahlspruch des sparsamen Schwaben werdet ihr im Enkel Schulz nicht beherzigen können. Hier gibt’s alles, vom schwäbischen Gin (als „GinStr“ weltbescht im wahrsten Wortsinn!) bis hin zu Alblinsen, von Gsälz (Marmelade) bis zu Wibele (Gebäck).

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Wo die „Mutterstadt" die „1ste Liebe" ist

Das StadtPalais – Museum für Stuttgart am Charlottenplatz (im Wilhelmspalais) zeigt in seiner Dauerausstellung „Stuttgarter Stadtgeschichten“ wie auch in regelmäßig stattfindenden Sonder‑/Wechselausstellungen viel typisch Schwäbisches und Stuttgarterisches. Geöffnet ist es dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr, freitags sogar bis 21:00 Uhr. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei, für Sonderausstellungen wird in der Regel ein Eintritt erhoben. Neben dem Stadtmodell und den Exponaten, die die Entwicklung von Stuttgart über die Jahrhunderte beleuchten, gibt es auch regelmäßige Veranstaltungen, Führungen und Workshops. Ach übrigens, wusstet ihr, dass deutsche Rap‑Kultur tief verwurzelt ist in Stuttgart? In der Ausstellung begegnet ihr den Fantastischen Vier, der Kolchose und dem Freundeskreis, die Stuttgart zur „Mutterstadt“ dieser Szene gemacht haben. Eine schönere Liebeserklärung als die von Max Herre in seinem Song „1ste Liebe“ haben wohl nur wenige Städte bekommen.

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Der Stuttgarter Schlossplatzspringbrunnen und das neue Schloss.
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Autolegenden im Museums-Hingucker

Schwäb:innen fahren gerne Daimler. Warum auch nicht, schließlich haben sie ihn ja erfunden. Oder besser gesagt: das Automobil an sich. Im architektonisch höchst eindrucksvollen Mercedes-Benz-Museum erlebt ihr die Entwicklung der fahrenden Karossen. Angucken erlaubt, Anfassen nicht? Fast! Zwei Fahrzeuge darf man auch von innen begutachten, darunter den Reisebus der deutschen Fußballnationalmannschaft 1974.

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Automobil im Mercedes-Benz-Museum.
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Schwaben-Comedy vom Feinsten

Wer schwäbischen Humor erleben will, fährt in die Nähe der Stadt: In der Mäulesmühle im Siebenmühlental bei Leinfelden‑Echterdingen erlebt ihr Mundart‑Theater, Kabarett und andere Kulturformate in der von der Stadt betriebenen Kulturscheuer. Die Sketchreihe „Hannes und der Bürgermeister“ ist nicht mehr aktiv; seit 2023 gibt es stattdessen ein vielfältiges Programm mit lokalen Künstler:innen, Bioküche und regelmäßigen Veranstaltungen. Wenn ihr Hunger habt, bekommt ihr hier, wovon Feinschmecker:innen träumen: Ripple mit Kartoffelsalat, Vesperteller, Schmalzhäfele, Wurstsalat und vieles mehr.

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Von Bremen direkt ins Herz Schwabens – Kultur, Genuss und Ausblicke inklusive.

Jens Bey

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