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Budapester Pracht und ungarische Geschichte

Ungarn kann auf eine rund 1.000-jährige Geschichte zurückblicken. Gerade in Budapest vibriert die historische Atmosphäre, die Hauptstadt ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. So beeindruckt die Donau-Metropole mit einer fotogenen Skyline und interessanten Bauwerken, die man zum Beispiel auf einer geführten Tour nach und nach erkunden kann. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Wahrzeichen der Stadt, die jeder Besucher:in unbedingt gesehen haben muss, zählen das neugotische Parlament, der Heldenplatz, der Burgpalast und die Kettenbrücke, die erste dauerhafte Verbindung zwischen der mittelalterlichen, verwinkelten Altstadt Buda und dem dynamischen Pest. Im Burgviertel gehört das Panorama von den Aussichtsterrassen der Fischerbastei zu den Erlebnissen, die lange in der Erinnerung bleiben. Und dann sind da noch die breiten Boulevards, die grünen Parks und die imposanten Jugendstilbauten: Hier spürt man hautnah, warum Budapest auch „das Paris Osteuropas“ genannt wird.

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Blick auf die Donau und Budapest. Quelle: Hungarian Tourism
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Entspannung pur in ungarischen Thermalbädern

Keine Hauptstadt der Welt hat mehr Heil- und Thermalbäder als Budapest. Mit 21 Bädern, von denen 10 als Heilbäder anerkannt sind, gilt Budapest als „Königin der Badestädte“. Zurückführen lässt sich die ungarische Badekultur auf die Römerzeit vor 2.000 Jahren, im 16. und 17. Jahrhundert haben die Türken sie weiter ausgebaut. Ob einfach zur Entspannung oder für therapeutische Zwecke: Besucher:innen sollten sich auf jeden Fall Zeit für ein Thermalbad nehmen. Einige der Bauwerke sind architektonische Meisterwerke, errichtet im 19. Jahrhundert und in den letzten Jahren liebevoll restauriert und modernisiert. Viele der historischen Bäder zeichnet ein ganz besonderer Charme aus, etwa das Széchenyi Bad mit dem Flair der österreich-ungarischen Monarchie oder das berühmte Gellert-Bad im Jugendstil. Insgesamt gibt es in Ungarn über 1.500 Thermalquellen, die zum Wellness-Urlaub, aber auch zu Kur- und Gesundheitsaufenthalten einladen.

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Thermalquellen in Budapest. Quelle: Hungarian Tourism
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Ein Gläschen Tokajer auf die ungarische Weintradition

Ein guter Wein kann viele Geschichten erzählen. Dabei ist nicht nur die Sorte der Trauben, aus denen er gekeltert wurde, wichtig. Sondern auch die Herkunft spielt eine wichtige Rolle: die Region, in der die Trauben angebaut wurden, sowie die Lagen und Böden, in denen die Rebstöcke wuchsen. In Ungarn zählen Weine zu eine besondere Sehenswürdigkeit. Ungarische Weine erzählen besonders gute Geschichten, denn das Land bietet das ideale Klima für den Weinanbau. Kein Wunder also, dass auch die Tradition der Weinherstellung bis ins Römische Reich zurückreicht. Eine der bekanntesten Anbauregionen liegt in Tokaj-Hegyalja. Hier wird der berühmte „Tokajer Ausbruch“ angebaut, der zu den besten Dessertweinen der Welt zählt. Die Kulturlandschaft im nördlichen Ungarn wurde 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mehr über die Geschichte und die verschiedenen Weine der Region erklärt das Weinmuseum von Tokaj. Weitere Sehenswürdigkeiten sind auch die traditionellen Weinkeller in Hercegkút, die bis zu 40 m tief ins Gestein gemeißelt wurden.

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Ungarische Delikatessen. Quelle: Hungarian Tourism
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Verborgene Schätze rund um Budapest

Rund um Budapest finden sich malerische Landschaften, die zu Streifzügen einladen. Auch zauberhafte Ortschaften erwarten die Besucher:innen. So ist Szentendre nur einen Sprung von der Metropole entfernt. Enge Kopfsteinpflastergassen, bezaubernde Cafés und Straßenmusiker an jeder Ecke sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Zum Pflichtprogramm gehört ein Abstecher in das Marzipan-Museum, wo man auch unbedingt das hier hergestellte Marzipan probieren sollte. Einen Abstecher wert ist auch Visegrád. Vom Königspalast aus lässt sich ein herrlicher Ausblick auf das Donauknie genießen. Gerade mit Kindern ist ein Ausflug in den Budakeszi Wildpark zu empfehlen. Ein Muss für Geschichtsfans ist Gödöllő. Die Stadt besitzt eine große Zahl an historisch bedeutsamen Gebäuden. Besonders interessant ist das Königliche Schloss. Es ist nicht nur eines der größten Barockschlösser der Welt und eines der prächtigsten Schlösser Ungarns überhaupt, sondern wurde auch bekannt als Sommerresidenz von Kaiserin Sissi.

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Aussicht Schloss in der nähe von Budapest. Quelle: Hungarian Tourism
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Urlaub am „ungarischen Meer“

Zwar liegt Ungarn mitten auf dem Kontinent und hat leider keinen Zugang zum Meer. Doch keine Sorge: Der Balaton (Plattensee) ist eine tolle Alternative für alle Badeurlauber:innen8. Mit rund 600 km2 ist er der größte Binnensee in Mitteleuropa, schon früh im Sommer erreichen die Wassertemperaturen angenehme 25 bis 30° C. Auf der Südseite gibt’s alles, was Kinderherzen höherschlagen lässt: flache Sandstrände, Wasserrutschen und Ausleihstationen für Tret- und Ruderboote. Ein Highlight ist auch die Fahrt mit der Schmalspurbahn von Balatonfenyves nach Csisztapuszta. Im Hinterland warten spannende Ausflugsziele wie das prächtige Barockschloss Festetics und die See-Höhlen von Tapolca. Die Nordseite des Balatons ist von Kurorten geprägt, sie ist aber auch der perfekte Startpunkt für Wanderungen durch die urtümliche Natur, zu Abteien und majestätischen Schlössern. Aktivurlauber:innen sollten den Radweg erkunden, der sich mit 210 km Länge rund um den See schlängelt.

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See in der nähe von Budapest. Quelle: Hungarian Tourism
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Ungarische Frühlingstraditionen in Hollókő

Hollókő liegt im Norden Ungarns, nahe der Grenze zur Slowakei. Seit 1987 gehört das Dorf zum Weltkulturerbe der UNESCO. Seitdem entwickelte sich die kleine Siedlung, die gerade einmal eine Hauptstraße hat, zu einem Magnet für Besucher aus aller Welt. Denn Hollókő ist ein lebendiges Beispiel für das ländliche Leben in Ungarn um 1900. Alle Häuser und Gehöfte aus der Zeit sind gut erhalten und bis heute in Benutzung, und so scheint in Hollókő die Zeit stehen geblieben zu sein. Die rund 400 Einwohner:innen gehören zum Volksstamm der Palócz und legen großen Wert darauf, ihre Traditionen zu bewahren. So können Besucher:innen jedes Jahr beispielsweise zu Ostern ein einmaliges Spektakel erleben, bei der die Junggesellen des Dorfes Mädchen mit einem Kübel Wasser übergießen. Dadurch soll die Gesundheit und die Schönheit der Frauen im kommenden Jahr erhalten bleiben. Das Besondere: Alle sind in der traditionellen Tracht der Palócz gekleidet.

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Dorf von Holloko in Ungarn. Quelle: Hungarian Tourism
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