Kvarner Bucht: Die 6 schönsten Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele an der Adria
Zwischen Industrieflair & historischem Glanz: Die Hafenstadt Rijeka
Viele, die in Rijeka landen, steuern meist die umliegenden Orte und Inseln der Kvarner Bucht an. Dabei verpassen sie jedoch eine vielseitige Hafenstadt, die mit wechselvoller Geschichte und einzigartigem Flair überrascht. Neben alten Industriegebäuden, die heute als angesagte Locations einen rauen alternativen Charme versprühen, lohnt sich ein Blick in die Altstadt. Prächtige Renaissance- und Barockbauten, wie die St. Vitus Kathedrale oder der Stadtturm, erfüllen die Umgebung mit dem historischen Zauber vergangener Epochen. Herzstück ist die Hauptpromenade Korzo, die mit vielen Cafés und Geschäften zum Verweilen und Stöbern einlädt . Mein absolutes Highlight ist der große Bauernmarkt mit regionalem Obst und Gemüse soweit das Auge reicht. Entdecke auch die üppige Käseauswahl; eine köstliche lokale Spezialität ist der Schafskäse „Paski Sir“. Im angrenzenden Fischmarkt gibt es zudem fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte zu kaufen – ein Paradies für alle, die im Urlaub mal selbst kochen oder einfach nur die bunte Vielfalt der kroatischen Lebensmittel erleben möchten. Rund um den Markt findest du zudem gute Restaurants mit erschwinglichen Preisen wie das Bistro Monar, das die lokalen Produkte direkt zu Gerichten wie hausgemachte Surlice (kroatische Nudelspezialität) mit Scampi verarbeitet. Für den besten Panoramablick über Rijeka und die Kvarner Bucht lohnt sich der Aufstieg auf die Burg Trsat, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Du möchtest einen Einblick in die raue Seite Rijekas erhaschen? Im ehemaligen Luftschutzbunker am Hafen verköstigt das Restaurant Boonker seine Besucher:innen mit Pizzen und anderen Leckereien. Durch die markanten Beton- und Metallelementen sowie Deckenrohren strahlt diese einzigartige Location einen coolen Industrial Chic aus.
Mehr anzeigenJugendstil-Charme & Meerblick auf dem Lungomare in Opatija
Rijeka und Opatija könnten gegensätzlicher kaum sein. Und das, obwohl die Orte gerade mal eine 20-minütige Autofahrt voneinander entfernt liegen. In Opatija erwarten dich große Parkanlagen, blühende Pflanzen und prunkvolle Villen, die an das Zeitalter der Belle Époque erinnern. Denn schon im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt vom einstigen Fischerdorf zum beliebten Kurort für europäische Adlige und Prominente aus der österreichisch-ungarischen Monarchie, darunter Kaiser Franz Joseph I und Kaiserin Sisi. Highlight ist die Küstenpromenade Lungomare, die sich zwölf Kilometer von Volosko bis Lovran schlängelt und seit über 100 Jahren zum Flanieren einlädt. Zwischen versteckten Badebuchten, mondänen Jugendstilvillen und schroffen Felsen geht es immer am Wasser entlang – inklusive Meeresrauschen und malerischen Aussichten. Verlockend sind außerdem die zahlreichen Treppen, die von der Promenade direkt ins erfrischende Meer führen. In unmittelbarer Nähe des Weges gibt es vor allem in Opatija viel zu entdecken: die Parkanlage Villa Angiolina mit einer exotischen Pflanzenvielfalt oder die wechselnden Ausstellungen im Kunstpavillon aus der Jahrhundertwende. Parallel zur Küstenpromenade verkehrt die Buslinie 32; du kannst die Strecke also beliebig abkürzen. Auch für das leibliche Wohl ist während des Spaziergangs gesorgt: Entdecke die vielfältige Gastronomieszene der Region, die kroatische Küche mit Einflüssen aus Istrien, Österreich und Italien vereint. Neuerdings kann sich die Kvarner Bucht sogar stolz mit dem Titel „Europäische Gastronomie-Region 2026“ schmücken. Kehre also unbedingt in eines der zahlreichen Strandrestaurants ein. Für fangfrische Fisch- und Meeresfrüchte-Küche lege ich dir das Restaurant Ružmarin oder die Konoba Tramerka sehr ans Herz. Naschkatzen sollten die Patisserie Kaokakao nicht verpassen. Hier gibt es köstliche Kunstwerke von ausgefallenen Torten bis hübsch verzierte Nachspeisen. Ich habe natürlich die „Sisi-Torte“ probiert – ein Schoko-Nuss-Törtchen mit Maronenfüllung. Sehr lecker!
Mehr anzeigenVon Gipfelglück bis Quellwanderung: Der Nationalpark Risnjak
Dichte Wälder, majestätische Berggipfel und spektakuläre Ausblicke – der Nationalpark Risnjak im Hinterland von Rijeka in der Region Gorski Kotar ist ein spannendes Ausflugsziel für Outdoor-Fans. Ich liebe es, meinen Urlaub mit Abenteuer zu verbinden und die Natur auf eigene Faust zu erkunden. Auf einer Fläche von mehr als 6.000 Hektar gibt es mehr als 100 Kilometer gut ausgeschilderte Wanderwege – von einfachen Touren bis hin zu anspruchsvollen Routen zu den Risnjak-Gipfeln Veliki Risnjak und Snježnik. Nach dem Aufstieg durch die ursprüngliche und waldreiche Landschaft eröffnet sich ein einmaliges Panorama über die Kvarner Bucht bis hin zu den slowenischen Alpen – bei klarer Sicht absolut überwältigend! Eine weiteres Naturjuwel ist die Quelle des Kupa-Flusses, die du über eine entspannte etwa einstündige Wanderung erreichst. Umgeben von steilen Hängen und wilder Natur leuchtet das klare türkisfarbene Quellwasser nahezu magisch im grünen Tal. Schaue vor deiner Tour unbedingt im Gasthaus Kod Josipa neben dem Ausgangspunkt am Parkplatz vorbei. Hier können Wandernde lokale Köstlichkeiten wie frisch gebratene Forellen, Steinpilze oder auch Apfel- und Birnenstrudel vorbestellen und bei der Rückkehr genießen. Übrigens: Der Namensgeber des Nationalparks ist der scheue Luchs (kroatisch: „ris“), der hier neben vielen anderen Wildtieren wie Wölfen, Bären, Hirschen, Adlern und mehr als 100 weiteren Vogelarten lebt.
Mehr anzeigenGeschichte & Strandleben in der Altstadt von Rab
Die Inselwelt der Kvarner Bucht sprudelt nur so vor versteckten Highlights. Vom Hafen in Rijeka legen regelmäßig Fähren zu den vorgelagerten Inseln ab und auch zwischen den Inseln kann man unkompliziert hin- und herfahren. Die Stadt Rab auf der gleichnamigen Insel lockt mit einer spannenden Mischung aus historischen Schätzen unterschiedlicher Epochen und erholsamen Strandleben. Besonders schön ist ein Spaziergang durch die Altstadt: Schmale kopfsteingepflasterten Gassen führen vorbei an venezianischen Häusern und belebten Plätzen. Dabei fallen sofort die vier charakteristischen Kirchtürme ins Auge, die ebenso aus dem venezianischen Zeitalter stammen und über den anderen Gebäuden emporragen. Wer schwindelfrei ist, kann den St. Christophorus-Turm besteigen und die herrliche Aussicht auf die Umgebung genießen. Gönne dir im Anschluss ein Gelato in der Eisdiele Zdravljak und schlendere durch die malerische Gasse Srednja Ulica – vorbei an Boutiquen, Restaurants und kleinen Geschäften. Im Delikatessenlasen Kuća Rabske Torte zeigen Konditor:innen, wie die typische Rab-Torte hergestellt wird, die hauptsächlich aus Mürbeteig mit Mandeln und Maraschino-Kirschlikör besteht. So lecker! Dir ist nach der Sightseeing-Tour nach einer Abkühlung im Meer? Unterhalb der Altstadt liegt der schöne Stadtstrand Sveti Ivan mit mehreren Treppen und kleine Kieselbuchten, die ins erfrischenden Wasser führen. Umgeben von der historischen Altstadt-Kulisse und den Schatten spendenden Pinienbäumen findest du hier Ruhe und Erholung. Für den Ausklang des Tages ist die Banova Vila Beach Bar direkt an der Uferpromenade die perfekte Wahl. Genieße den Sonnenuntergang mit einer großen Auswahl an kreativen Cocktails und aromatischen Gerichten wie Burger, Wraps und Bowls. Mein persönlicher Favorit ist der Scampi-Burger.
Mehr anzeigenEinfach mal abschalten in Veli Lošinj
Pastellfarbene Häuser, schnuckelige Cafés und ein winziger romantischer Hafen mit Fischerbooten – das charmante Städtchen Veli Lošinj hat definitiv mein Herz erobert. Die Sehenswürdigkeit liegt an der Südostküste der Insel Lošinj, die noch als Geheimtipp gilt und daher viele ruhige Ecken bietet. Neben den satten Blautönen der zahlreichen Badebuchten dominiert hier die Farbe Grün: eine üppige Pflanzenwelt aus Zypressen, Palmen und Pinienwälder erstreckt sich über die gesamte Insel. Lasse dich in einem der gemütlichen Lokale rund um den Hafen von Veli Lošinj nieder und koste die entschleunigende Atmosphäre am Wasser aus. Sehr empfehlen kann ich dir dafür das Restaurant Mol, wo du authentische kroatische Meeresfrüchte-Küche serviert bekommst: Von gegrilltem Oktopus über frittierte Calamari bis hin zu Spaghetti Scampi bleiben bei Fischfans keine Wünsche offen. Wer hervorragend Italienisch essen möchte, ist in der Bora Bar perfekt aufgehoben. Die hausgemachte Trüffel-Pasta und die Panna Cotta mit Trüffelhonig sind ein Traum! Nach der Stärkung lohnt sich eine Erkundungstour über die Insel, die viele Wander- und Radwege bereithält. Spaziere einfach an der Küste in Richtung der größeren Ortschaft Mali Lošinj und tauche zwischendurch im glasklaren Wasser der Badebucht Vale Škura ab, das sich perfekt zum Schnorcheln eignet. Auf der Westseite der Insel befindet sich außerdem eine Seltenheit in Kroatien: Der Čikat-Beach am gleichnamigen Campingplatz hält eine der wenigen Sandstrände bereit. Umgeben von dichtem Pinienwald gibt es hier viele schattige Plätzchen zum Entspannen. Mit etwas Glück siehst du sogar Delfine, die sich besonders gerne in den Küstengewässern rund um die Insel aufhalten.
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Die Zeit vergessen im historischen Steindorf Lubenice auf Cres
Cres ist neben der Nachbarinsel Krk die größte Insel in der Adria, wo idyllische Fischerdörfer, malerische Buchten und ursprüngliche Natur die Küste säumen. Ein faszinierendes und geheimes Juwel an der Westküste ist der alte Festungsort Lubenice, der sich seit etwa 4.000 Jahren majestätisch auf einer Klippe erhebt und grandiose Aussichten über die Region und das Meer offenbart. Das Auto kannst du am Ortseingang parken, denn das Steindorf lässt sich nur zu Fuß besichtigen. Zwischen historischen Natursteinhäusern, verwinkelten Gassen und alten Mauern, aus denen wilder Salbei und Rosmarin wachsen, scheint die Zeit still zu stehen. Mein Geheimtipp: Genieße den malerischen Sonnenuntergang und lausche anschließend einem klassischen Konzert, das in den Sommermonaten jeden Freitag in Lubenice stattfindet. Ebenso empfehlenswert ist das kleine Schafzuchtmuseum, in dem eine liebevolle Ausstellung mit Fotos, Exponaten und Infotafeln die Hirtenkultur in der Region veranschaulicht. Denn auch heute noch leben die wenigen Bewohner neben dem Tourismus von der Schafzucht und vom Weinanbau. Mein persönliches Highlight ist der Souvenirladen mit hochwertigen und handgefertigten Wollprodukten der Einheimischen – von Hausschuhen über Filzartikeln bis hin zu Kunstwerken. Traditionell geht es auch in der Küche zu: In der familiären Konoba Hibernicia isst du wie die Locals, zum Beispiel gegrillte Calamari oder Lammragout mit hausgemachten Gnocchi. Dazu gibt es natürlich Hauswein. Unterhalb des Steindorfs liegt zudem der versteckte Sveti Ivan Beach, eine der schönsten Badebuchten Kroatiens, die nur über einen steilen Weg oder mit dem Boot erreichbar ist. Hier erwarten dich kristallklares Wasser, beste Bedingungen zum Schnorcheln und Abgeschiedenheit pur. Entdecke auch unbedingt die Blaue Grotte am Playa Grota, eine verborgene enge Meereshöhle, die du am besten schwimmend erkundest. Durch das Sonnenlicht schimmert das Wasser nahezu magisch in leuchtendem Türkis.
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