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Cagliari: Wild und authentisch

Urbanes Zentrum der Insel ist die Hauptstadt Cagliari. Hier verbindet sich die Geschichte des Eilands mit dem modernen Leben der Bewohner:innen. Die altehrwürdige Markthalle des Mercato di San Benedetto wird derzeit umgebaut. Große Teile der Händler sind aber auf den benachbarten Piazza Nazzari umgezogen. Dass der Markt dadurch vorübergehend leicht an Flair verloren hat, macht das authentische Angebot lokaler Fisch-, Käse- oder Pasta-Spezialitäten aber locker wieder wett! Hier pulsiert zwischen Stimmengewirr und Marktgeschrei der Alltag des sardischen Zentrums und alles schmeckt ein bisschen mehr nach Sommer als zuhause. Außerdem lohnt sich ein Spaziergang durch das Viertel Castello, über dem die Burg Castello di San Michele thront. Das älteste der vier historischen Stadtviertel liegt knapp 100 Meter über dem Meeresspiegel und garantiert dir von nahezu jedem Winkel einen Blick über die Stadt und das Meer. Gehe zum anschließenden Ausklang des Tages circa 20 Minuten in Richtung Hafen und mache es dir auf der Außenterrasse des Libarium Nostrum gemütlich. Der Panoramablick bei Sonnenuntergang ist einfach romantisch.

Gegen Abend schlägt der Puls der Stadt im Viertel Marina Cagliari. Rund um den Hafen findet das Nachtleben statt. Streetfood, Naturweinbars und internationale Küche treffen hier auf sardische Klassiker und jede Menge Locals. Stärke dich etwa bei moderner Atmosphäre mit der köstlichen Paella im Pummarola, tolle Drinks mit Sitzmöglichkeiten an der frischen Luft findest du unter anderem im Crudo. Die Stimmung ist lebendig, offen und laut. Ideal, um Sardinien von seiner jungen, modernen Seite kennenzulernen.

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Luftaufnahme des Castello, der alten mittelalterlichen Stadt Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens.
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Cala Goloritzé: Ikone für Fotofans

Die Cala Goloritzé ist einer der spektakulärsten Strände der Insel und ein ikonisches Fotomotiv. Weißer Kies, leuchtendes Wasser und eine markante Felsnadel machen sie zum Traumspot für Selfies, die Daheimgebliebene neidisch werden lassen. Der Strand wurde nicht umsonst 2025 zu einem der 50 schönsten weltweit gewählt. Doch so viel Schönheit zieht großes Interesse auf sich, weswegen der Zugang pro Tag begrenzt ist und nur mit Ticket erfolgt. Wenn du den Strand in seiner ganzen Schönheit erleben willst, solltest du also auf jeden Fall ein Ticket buchen. Du kannst entweder per Boot oder über eine etwa 90-minütige Wanderung an diesen einmaligen Ort gelangen. Ja, es ist touristisch, aber es lohnt sich, wenn du es auf einmalige Momente und herrliche Fotos abgesehen hast. Ein echtes Sardinien-Highlight.

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Blick auf den Strand Cala Goloritzé auf Sardinien, Italien.
Von karibisch anmutenden Buchten bis zu lebendigen Abenden in kleinen Gassen: Sardinien zeigt dir jeden Tag eine neue Lieblingsseite.
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Die Nuraghe von Barumini: Sardiniens großes Rätsel

Die Su Nuraxi de Barùmini gehören zu den geheimnisvollsten Bauwerken Europas. Diese massiven Steintürme stammen aus der Bronzezeit und geben Experten bis heute Rätsel auf. Bei einem Rundgang durch die verschachtelten Gänge und steilen Treppen spürst du sofort die archaische Kraft dieses fast schon mystischen Ortes im Zentrum der Insel. Der Eintritt kostet circa 15 Euro und ist nur mit einer Führung erlaubt. Die eine Stunde Autofahrt von Cagliari ist absolut empfehlenswert. Auch, weil dieser Ort ein Kontrast zu den paradiesischen Buchten der Insel bildet. Ein echtes Must-see, das Sardiniens uralte Seele sichtbar macht.

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Luftbild der archäologischen Stätte von Su Nuraxi de Barumini.
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Sardinien ohne Filter: Die Sinis-Halbinsel

Die Halbinsel Sinis Peninsula ist rau, ursprünglich und wohltuend unaufgeregt. Hier zeigt sich Sardinien von seiner stillen, kraftvollen Seite. Strände wie Spiaggia di Is Arutas bestehen aus winzigen, hell schimmernden Quarzkörnchen statt klassischem Sand. Das Wasser leuchtet auch hier in intensiven Türkis- und Smaragdtönen. Ebenso spektakulär ist die weitläufige Spiaggia di Mari Ermi, die sich perfekt für lange Spaziergänge eignet. Wenn du Lust auf Naturerlebnisse und Tiere in freier Wildbahn hast, solltest du einen Ausflug zur Stagno die Cabras einplanen. Mit etwas Glück kannst du hier sogar Flamingos durch das seichte Wasser stolzieren sehen.

Wenn dich eher Kultur reizt, kombiniere den Strandtag mit einem Besuch der archäologischen Stätte Tharros, die direkt am Meer liegt. Hier bekommst du antike Ruinen mit spektakulärer Küstenkulisse vor die Linse, ebenfalls ein beliebter Fotospot. In der kleinen Stadt Oristano selbst geht es angenehm entspannt zu. Kleine Cafés säumen die Straßen rund um die Piazza Eleonora. Genieße in Ruhe einen Espresso vor der Bar Eleonorao. Abends lohnt sich das Restaurant Da Sid für ehrliche sardische Küche, wo Einheimische wie Reisende Tisch an Tisch sitzen. Die Sinis-Halbinsel ist ein Ort für Weite, Wind im Haar und Entschleunigung.

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Die Halbinsel Sinis auf Sardinien mit ihrem Turm und den Überresten des römischen Dorfes Tharros.
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Alghero: Katalanisches Flair trifft Aperitivo

Die Stadt Alghero überrascht mit katalanischem Einfluss, engen Gassen und einer charmanten Altstadt. Abends flanieren Einheimische entlang der Stadtmauer, während sich die Terrassen der Bars und Restaurants füllen. Perfekt für Aperitivo ist die Riservato Beach Bar mit Blick aufs Meer oder das Cajò in einer der engen Gassen im Hafenviertel. Mit sardisch-mediterraner Kulinarik überzeugen unter anderem das Bistro Món mit kleinen Snacks oder die Trattoria Da Mirko, (die Fregola ai Frutti di Mare darfst du nicht verpassen).

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Blick auf die Altstadt von Alghero an einem sonnigen, wolkenlosen Tag.
Strände, Kultur, Natur und Genuss – Sardinien verbindet alles, was einen Inseltrip besonders macht.
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Grotta di Nettuno: Sardiniens Unterwelt

Die Grotta di Nettuno bei Alghero ist ein wahres Naturwunder. Tief unter der Erde erwarten dich riesige Stalaktiten, ein unterirdischer Salzsee und dramatisches Licht. Du erreichst die Grotte entweder per Boot von Alghero; über den Landweg empfehlen wir unbedingt den kostenlosen Parkplatz am Casa Gioiosa, weiter geht es dann per kostenlosem Shuttle Bus. Beide Wege haben ihren Reiz, wobei der Landweg den Abstieg über die spektakuläre Escala del Cabirol, eine in den Felsen gehauene Treppe mit über 654 Stufen, beinhaltet. Der Abstieg beschert dir bereits die erste Schnappatmung, jedoch weniger wegen der Anstrengung, sondern wegen des atemberaubenden Blicks auf das weite Meer. Der Eintritt in die Höhlen liegt bei ungefähr 14 Euro, vorherige Reservierung wird vor allem in der Hauptsaison empfohlen. Der eindrucksvolle Kontrast zwischen rauer Küste und stiller Höhlenwelt hinterlässt hier bei jeder Besucher:in einen bleibenden Eindruck.

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Blick in die Grotta die Nettuno auf der italienischen Insel Sardinien.
Blick auf die Escala del Cabirol. Eine Treppe, die in den Felsen gebaut wurde.
Die Escala del Cabirol ist eine in den Fels gehauene Treppe mit über 650 Stufen, die spektakuläre Ausblicke bietet.
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Capo Caccia: Panorama mit Gänsehautgarantie

Und wenn du bereits am westlichsten Zipfel der Insel bist, dann lasse dir nicht den Capo Caccia entgehen. Denn das Kalksteinkap gilt als dramatischster Aussichtspunkt Sardiniens. Steile abfallende Felsen, tiefblaues Meer und ein endloser Horizont sorgen für Wow-Momente und ganz bestimmt auch für einmalige Fotos. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Stimmung magisch. Der Capo Caccia liegt etwa 25 Minuten von Alghero entfernt und ist gut mit dem Auto erreichbar, Parkmöglichkeiten findest du am Straßenrand. Oder du gehst knapp 30 Minuten von der Grotta di Nettuno den Aufstieg hinauf – durchaus jedoch eine Herausforderung. Wenn du dir den Felsen als Ziel vornimmst, bring auf jeden Fall Zeit mit, bleib sitzen, schau lange hinaus und genieß diesen Moment völliger Weite.

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Blick auf den Capo Caccia auf Sardinien, Italien, an einem sonnigen Tag.
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Agriturismo: Wohnen und Essen bei Sarden

Viele Gäste Sardiniens nutzen die Möglichkeit, möglichst nah ans echte Leben der Bewohner:innen zu rücken. Dazu wohnen sie in rustikalen Gästezimmern kleinerer Bauernhöfe – sogenannte Agriturismi. Ein Großteil dieser Höfe produziert eigenen Wein oder Olivenöl, nicht selten auch Käse, Honig oder Süßspeisen. Alles kann natürlich vor Ort probiert werden. Auf dem ein oder anderen Hof werden sogar ganze Menüs angeboten. Das Leben auf den oft ruhigen und manchmal auch abgelegenen Anwesen ist ein etwas anderer touristischer Ansatz und kann dir helfen, lokale Traditionen und Geschmäcker noch authentischer kennenzulernen.

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Ein rustikaler Agriturismo Hof auf Sardinien.
Autos gestoppt von einer Herde von Ziegen auf einer ländlichen Straße auf Sardinien, Italien.
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Costa Smeralda: Türkise Postkarten-Vibes

Die Costa Smeralda (deutsch Smaragdküste) ist der nordöstliche Teil der Küste Sardiniens und weltweit berühmt für ihr fast unwirklich türkisfarbenes Wasser. Strände wie Spiaggia del Principe oder Capriccioli könnten Postkarten-Motive aus der Karibik sein und sind nur zwei Beispiele für den Mix aus surrealer Optik mit mediterranem Flair entlang der Küste. Um die volle Pracht zu genießen, solltest du hier so früh wie möglich ankommen. Besonders im Sommer wird es hier schon mal etwas enger. Unser Tipp: Fahre für ein entspannteres Strandgefühl noch etwas weiter nördlich (etwa zur Cala Spinosa), westlich (etwa zur Spiaggia Poltu Di Li Cogghj) oder südlich Richtung Cagliari (etwa zur Spiaggia di Feraxi). Das Wasser bleibt genauso spektakulär; doch du hast mehr Platz für dich.

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Blick über den zauberhaften Strand von Capriccioli, einem der schönsten Badeorte an der Costa Smeralda im Norden Sardiniens, Italien.
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Porto Cervo: Mondänes Pflaster ohne Protz

Abends zeigt sich die Costa Smeralda gerne von ihrer schicken Seite. Mondänes Zentrum des Dolce Vita ist fraglos Porto Cervo mit zahlreichen Bars und Restaurants entlang der Hafenmeile. Ob Sterne-Küche im Confusion, Sehen und Gesehen werden im Niki Beach Cocktail Club oder ein entspannter Sundowner in der Zamira Lounge; rund um die Marina findet sich für jeden Geschmack etwas. Doch obwohl hier Geld an vielen Ecken keine Rolle zu spielen scheint, wirkt Porto Cervo keinesfalls überkandidelt. Das liegt daran, dass der Milliardär Agha Kan in den Sechzigern mit mehreren bekannten Architekten den Ort am Reißbrett als Ziel für reiche Feriengäste plante. Dabei behielt er glücklicherweise Weitsicht und ließ mit großer Sorgfalt, landschaftsplanerische und architektonische Traditionen der Insel aufgreifen. Diese Regeln haben bis heute Fortbestand, was Porto Cervo zwar zu einem teuren Pflaster macht, jedoch ohne Protzerei.

Doch der Ort bietet noch viel mehr, nämlich auch Ruhe und Kultur. Spaziere zum Beispiel zur kleinen Kirche Stella Mari auf der südlichen Hafenseite. In klassischer sardischer Bauweise strahlt das Gotteshaus weiß mit einer azurblauen Kuppel. Im Kirchenschiff wird das Gemälde „Schmerzensreiche Madonna“ des Malers El Greco auf dich wirklich. Wenn auch vergleichsweise klein, ist dieses Erlebnis durchaus beeindruckend.

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Die orangefarbene Stadtmauer mit Sukkulenten von Porto Cervo auf Sardinien.
Gönne dir deine Auszeit auf der Insel und verwandle das Fernweh heute noch in eine Buchung.
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