Segeln in Kroatien: 7 Traumstopps für deinen Törn
Zadar: Perfekter Start in dein Segelabenteuer
Zadar ist für mich der ideale Ausgangspunkt. Vom Flughafen geht es schnell zur Marina und schon kurz nach dem Einchecken weht der Maestral durch die Segel, der „gute Wind“, der im Sommer für eine angenehme Brise sorgt. Zadar ist nicht nur kulturell spannend, sondern auch eine der wichtigsten Charterbasen Kroatiens. Viele Yachten tragen hier bereits die Green Flag und setzen auf nachhaltige Standards. Die Altstadt verbindet römische Geschichte mit moderner Küstenarchitektur. Lass dich unbedingt auf den Stufen der Meeresorgel nieder, einem architektonischen Klangkunstwerk direkt am Wasser, und höre genau hin: Sobald Wind aufkommt oder ein Boot das Meer in Bewegung versetzt, beginnt sie zu klingen. Besonders zum Sonnenuntergang ist dieser Ort ein Treffpunkt für Einheimische und Reisende und gilt als einer der schönsten Plätze der Stadt.
Mehr anzeigenRab: Sandstrände und entspanntes Familiensegeln
Rab ist ein echtes Highlight für Familien. Rund um Lopar findest du einige der schönsten Sandstrände der Adria, flach abfallend und viel Platz für entspannte Badezeit. Für einen Badestopp ankere ich gern vor der Rajska Plaža bei Lopar, einem der bekanntesten Sandstrände Kroatiens. Der sandige Grund bietet guten Halt und das Wasser ist ideal für Kinder. Wenn ich es noch ruhiger möchte, steuere ich Supetarska Draga an, eine gut geschützte Bucht mit Bojenfeldern und Marina. Während die Kids mit dem SUP oder Kajak unterwegs sind, genieße ich ein Buch an Deck und kühle mich mit einem Sprung ins kristallklare Wasser ab. Und abends? Frischer Fisch in einer kleinen Konoba, einer typisch kroatischen Taverne, oft mit Gemüse direkt aus dem eigenen Garten. Übrigens: 2024 wurde die Adria von der EU als sauberstes Meer Europas ausgezeichnet.
Mehr anzeigenPrvić: Kleine Insel, großes Gefühl
Prvić ist klein, autofrei und wunderbar ursprünglich. Die Insel lässt sich bequem zu Fuß erkunden, vom Hafen bis zu den kleinen Badebuchten sind es nur wenige Minuten. Genau solche malerischen Orte machen Kroatien mit seinen über 1.000 Inseln zum Island-Hopping-Paradies. Ich lege im kleinen Hafen an und genieße die Ruhe fernab großer Touristenströme. Am Abend sitze ich am Dorfkai, beobachte wie Fischer ihre Netze ordnen und genieße die entspannte Atmosphäre. In kleinen Lokalen nahe am Wasser stehen schwarzes Tintenfischrisotto oder Mangold mit Kartoffeln und Olivenöl auf der Karte – einfache Küche, die himmlisch schmeckt.
Mehr anzeigenKrka & Skradin: Naturerlebnis zwischen Meer und Wasserfall
Eines meiner Lieblingsziele ist Skradin. Durch den Šibenik-Kanal steuere ich flussaufwärts bis in den malerischen Ort, der als Tor zum Nationalpark Krka gilt. Schon die Flussfahrt dorthin ist ein Erlebnis: ruhiges Wasser, grüne Ufer und fast schon fjordartige Landschaft. Im Hafen liege ich neben kleinen Ausflugsbooten. Mit einem von ihnen geht es für mich weiter in den geschützten Bereich des Nationalparks, denn private Boote sind hier nicht zugelassen. Holzstege führen durch smaragdgrüne Wasserläufe, Wasserfälle rauschen über helle Kalkterrassen. Für aktive Familien ist das der perfekte Landgang: kurze Wanderungen und spektakuläre Fotomotive. Den besten Blick über Skradin genieße ich später von der Festung Turina. Von oben sehe ich die Boote im Hafen, auch meins, sanft auf den Wellen schaukeln.
Mehr anzeigenTrogir: UNESCO-Flair direkt am Kai
Der historische Inselkern von Trogir gehört zum UNESCO-Welterbe und dennoch pulsiert hier das mediterrane Leben. Beim Festmachen direkt vor der Altstadt tauche ich in ein Labyrinth aus schmalen Gassen, venezianischen Palästen und kleinen Plätzen ein. Ich genieße ein Glas kroatischen Wein, während die Sonne die Steinfassaden golden färbt. Kulinarisch spielt Kroatien übrigens inzwischen ganz vorne mit: Über 90 Restaurants stehen im Guide Michelin, von rustikalen Tavernen bis zu Fine Dining mit Meerblick. Für Genießer:innen mit Anspruch ist das Segeln in Kroatien deshalb nicht nur Natur, sondern gerne auch Gourmetreise.
Mehr anzeigenBrijuni: Naturpark mit besonderer Ruhe
Der Nationalpark Brijuni liegt weiter nördlich und eignet sich perfekt für eine eigene Route ab Istrien. Der 14-Insel-Archipel ist geschützt und angenehm ruhig. Ich mache im kleinen Hafen von Veliki Brijun fest oder sichere mir eine Boje in einem der ausgewiesenen Felder. Die Plätze sind begrenzt, deshalb reserviere ich gern vorab. Tagsüber erkunde ich die größte Insel mit dem Fahrrad, fahre durch schattige Pinienalleen, beobachte Damwild und besuche den kleinen Safari-Park. Für Familien ist das ideal: eine entspannte Mischung aus kleinen Entdeckungstouren und kurzen Wegen. Hier wird Segeln in Kroatien zur bewussten Entschleunigung.
Mehr anzeigenDubrovnik: Hafenstadt mit großer Geschichte
Dubrovnik beeindruckt mich vom Wasser aus jedes Mal aufs Neue. Wenn ich an den Mauern der Altstadt vorbeiziehe, wirken sie wie eine steinerne Krone über dem tiefblauen Meer. Vom Deck aus sehe ich die Terrakottadächer der Altstadt leuchten. Ich mache in der ACI Marina Dubrovnik in Komolac fest. Von dort erreiche ich die Altstadt bequem mit dem Linienbus oder Taxi in etwa 15 Minuten. So verbindet sich entspannter Liegekomfort mit einem unkomplizierten Stadtbesuch. In der Altstadt schlendere ich durch die polierten Kalksteingassen, steige auf die Stadtmauer und genieße den Blick über die Adria. Die Altstadt gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den am besten erhaltenen historischen Hafenstädten im Mittelmeerraum. Du möchtest noch tiefer in die maritime Geschichte der Stadt eintauchen? Dann lohnt sich ein Besuch im Maritimen Museum, das zeigt, wie stark Dubrovniks Identität seit Jahrhunderten vom Meer geprägt ist.
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