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Mittelalterliches Denkmal & Aussichtspunkt – die Kaiserburg

Über den Dächern der Stadt thront die imposante Kaiserburg – früher Versammlungsort für Ritter und Kaiser, heute eine eindrucksvolle Erinnerung an das mittelalterliche Nürnberg vor rund 1.000 Jahren. Das Wahrzeichen Nürnbergs ist ein guter Ausgangspunkt für den Start einer Sightseeing-Tour, denn von oben kannst du dir zunächst ein Bild der mittelfränkischen Stadt machen. Für den unschlagbaren Panoramablick lohnt sich auch der steile Aufstieg. Daneben hat die Burg noch weitere sehenswerte Attraktionen zu bieten: Entdecke den Burggarten und den Palast mit Rittersaal, Doppelkapelle sowie Kaisergemächern. Im Museum erfährst du Spannendes über die Geschichte der Burg und die Bedeutung Nürnbergs im Spätmittelalter. Eine Besonderheit findest du auf dem Vorhof im kleinen Brunnenhaus: Jede volle und halbe Stunde können Besucher:innen bei einer Führung mithilfe einer Kamerafahrt in den 50 Meter tiefen Brunnenschacht „reisen“ und den spannenden sowie unterhaltsamen Anekdoten der Guides zum Tiefe Brunnen lauschen. Wer Kaffeedurst hat, kehrt nach der Erkundung der Burg im Café Beer ein. Oder du setzt deine Besichtigungstour in die wunderschöne Altstadt Nürnbergs fort.

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Die Kaiserburg in Nürnberg.
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Fachwerk-Idylle im Handwerkerhof – wo Geschichte zum Leben erwacht

Schmale Gassen, malerische Fachwerkhäuser und bezaubernde Handwerksläden – der Handwerkerhof am Eingang zur Altstadt katapultiert dich geradewegs ins Mittelalter. Die Nürnberger Sehenswürdigkeit wurde zwar erst 1971 als Attraktion für Besucher:innen erbaut, versprüht aber dennoch einen ganz besonderen historischen Charme. Auch die Nähe zum Hauptbahnhof und zur Innenstadt nehmen dem Dorfidyll nichts von seiner Magie. Über einen Steg zum Frauentor betrittst du, umgeben von der alten Stadtmauer, den sogenannten „Waffenhof“, der früher ein militärischer Bereich innerhalb der Festungsanlage war. Heute erwacht vergessen Handwerkskunst wie Töpferei, Glasschleiferei, Lederverarbeitung oder Goldschmiede in den kleinen Betrieben zum neuen Leben. Dabei kannst du sogar zuschauen und die handgemachten Unikate kaufen. Natürlich gibt es auch Lebküchnereien – auf Lebkuchen spezialisierte Bäckereien –fränkische Bier- und Weinsorten sowie Rostbratwurst – auf Buchenholz gegrillt wohlgemerkt. Der Handwerkerhof entstand anlässlich des 500. Geburtstag von Albrecht Dürer, Nürnbergs bedeutendster Künstler. Einen spannenden Einblick in seine Schaffenszeit bekommst du im Albrecht-Dürer-Haus in der Nähe der Kaiserburg. 

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Fachwerkhäuser im Handwerkerhof in Nürnberg.
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Die malerischste Straße Nürnbergs

Die Weißgerbergasse scheint wie aus einem Märchen entsprungen: Rund 20 Häuser aus Fachwerk reihen sich hier vom Maxplatz bis zum Weinmarkt aneinander. Da die Bauwerke zu den wenigen in der Altstadt zählen, die nach dem Krieg ganz oder überwiegend erhalten geblieben sind, ist die Gasse ein absolutes Must-see in Nürnberg. Als Teil des Handwerkerviertels gab es dort im Mittelalter vor allem Weißgerbereien, in denen helles Leder (Weißleder) hergestellt wurde. Heute zieren Restaurants, Cafés, Bars, Galerien und Geschäfte die malerische Sehenswürdigkeit der Altstadt. Die kleine Eismanufaktur ist mein köstlicher Geheimtipp. Dort gibt es das beste Eis Nürnbergs mit bekannten und ausgefallenen Sorten wie Crème brûlée, Matcha oder Mango Lassi. Aber auch abends lässt sich hier der eine oder andere Drink genießen: In der kultigen und gemütlichen Mata Hari Bar kannst du neben guter Musik auch eine große Auswahl an besonderen Cocktails genießen. Mein persönliches Highlight ist der Eisschnaps „Caretta“, der an Split-Eis erinnert. Wer es rustikaler mag, kehrt in der Finyas Taverne für ein fränkisches Bier oder deftige Hausmannskost wie Eintöpfe, Flammkuchen oder geräucherte Bratwurst ein. Umgeben von authentischer uriger Atmosphäre fühlst du dich wie in einem Gasthaus im Mittelalter.

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Die Weißgerbergasse in Nürnberg mit ihren bunten Häusern.
Entdecke Nürnberg – eine Stadt zwischen Mittelalter, Street Art & Sternenküche.
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Von Bratwurst bis Fine Dining – kulinarische Highlights

Rostbratwürste und Lebkuchen sind die großen Stars unter Nürnbergs Spezialitäten. Aber wusstest du, dass die Stadt als echter Geheimtipp unter den Feinschmecker-Destinationen gilt? Neun Michelin-Restaurants zählt Nürnberg, 15 Restaurants wurden in den Restaurantführer von Gault&Millau aufgenommen. Fine Dining ist hier also ebenso angesagt wie traditionelle Gerichte. Mein Tipp: Probiere beides. Denn eine kulinarische Entdeckungsreise mit all ihren Facetten lohnt sich auf jedem Städtetrip. Diese beginnt am besten mittendrin – in der Altstadt. Wer durch die Gassen geht, kommt nicht an ihr vorbei: Die Rostbratwurst gibt es in zahlreichen Variationen, besonders beliebt ist „3 im Weggla“ – drei Würstchen im Brötchen mit Senf. Als geschützte kulinarische Spezialität darf die Rostbratwurst nur nach einem festgelegten Rezept in Nürnberg hergestellt werden. Seit 2022 gehört sie sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Als Bierbrauer-Stadt trinkt man zu dieser deftigen Delikatesse gerne das klassische Rotbier. Finde beim Rotbiertesten in der Hausbrauerei Altstadthof deinen Favoriten. Auch die Whiskysorten aus der hauseigenen Whisky-Destillerie sind hier exzellent, denn dafür ist Nürnberg ebenso bekannt. Im Süßwaren-Laden Il Massimo gibt es sogar hochwertige Trüffel-Pralinen mit unterschiedlichen Whisky-Sorten. Nürnberger Lebkuchen kennen die meisten nur vom Weihnachtsmarkt, in Nürnberg gibt es sie das ganze Jahr über zu kaufen. Die Besten habe ich in der Bäckerei Lebküchnerei Düll gegessen. Besonders lecker sind die Elisenlebkuchen mit Schoko-Honig-Glasur. Feinste Macarons mit Lebkuchenfüllung, aber auch Éclairs, Törtchen und andere Leckereien in kunstvoller Handarbeit reihen sich hier aneinander – ein Traum für alle, die auf kulinarische Extravaganz stehen. Die ist auch im Sterne-Restaurant Tisane Programm, das mit einem raffinierten Menü aus neun bis zwölf Gängen überrascht. Das offene Küchenkonzept gibt dir einen Einblick in die Kochkunst der Spitzenköch:innen und lässt dich am interaktiven Geschehen teilhaben. Du möchtest noch tiefer in die vielseitige Genusskultur eintauchen? Dann kann ich dir die kulinarischen Stadtführungen sehr empfehlen, zum Beispiel von Happy Nürnberg. Von Sterneküche und Spitzenköch:innen in der Altstadt über Nürnbergs Weingeschichte bis hin zur Lebkuchen-Tour – entdecke die Hotspots für Foodies. 

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Nürnberger Bratwurst auf einem Grill.
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Geheimnisse unter der Erde – das Felsenkeller-Labyrinth

Die Hausbrauerei Altstadthof kennst du schon vom Rotbiertesten und Rostbratwurst essen; unter der Erdoberfläche befindet sich hier aber noch eine weitere Besonderheit Nürnbergs. Nahezu die gesamte Altstadt ist von unterirdischen Felsengängen durchzogen. Diese wurden ab dem späten 14. Jahrhundert für die Lagerung und Gärung des Bieres gebaut. Während des zweiten Weltkrieges dienten sie als Schutzbunker. Rund 700 Jahre Braukultur erlebst du bei einer Rotbier-Tour, die dich zu den Schauplätzen führt, wo das Stadtbier des Mittelalters seinen Ursprung hat. 1998 wurde es von der Brauerei wieder zum Leben erweckt. Zudem gibt es mehrere verschiedene thematische Touren durch das größte Felsenkellerlabyrinth Süddeutschlands, wie Führungen im Dunkeln, für Kinder oder in Kombination mit einer Besichtigung der Altstadt. Ebenso bieten viele weitere interessante Orte einen Einblick in die Nürnberger Unterwelt: Im historischen Kunstbunker – ein ehemaliger Bierkeller unter der Kaiserburg – konnten wertvolle Werke vor den Kriegsangriffen im zweiten Weltkrieg geschützt werden, darunter Arbeiten von Albrecht Dürer, Veit Stoß und Martin Behaim. Interessant und erschreckend zugleich sind außerdem die mittelalterlichen Lochgefängnisse, dessen Bezeichnung auf die umgangssprachliche Redensart „jemanden einlochen“ zurückgeht. Dort wurden seit dem 14. Jahrhundert vor allem Häftlinge untergebracht, die sich in Untersuchungshaft befanden oder zum Tode verurteilt waren. Bei einer Führung lauschst du packenden Geschichten über das Leben im Mittelalter und erlebst die beengende dunkle Umgebung der unterirdischen Gefängnisstätte unter dem Rathaus.

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Das Felsenkeller-Labyrinth in Nürnberg.
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Moderne Kunst & Design im Neuen Museum

Neben all der historischen Sehenswürdigkeiten hat Nürnberg ebenso spannende kulturelle Angebote der jüngeren Stunde zu bieten. Das Neue Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design sorgt für einen erfrischenden Kontrast in der Altstadt, wo du in das Zusammenspiel von moderner Kunst und Design eintauchst – mit beeindruckenden Dauer- und Wechselausstellungen. Rund 1.500 Werke und Installationen ab den 1950er Jahren bis heute präsentiert das Museum auf 3.000 Quadratmetern – darunter namenhafte internationale Größen wie Gerhard Richter, Isa Genzken, Andy Warhol oder Richard Lindner. Auch architektonisch ist das Gebäude ein Blickfang: Die 100 Meter lange moderne und geschwungene Außenfassade aus Glas und Metall bildet einen spannenden Kontrast zu den umliegenden Gebäuden im Herzen der Altstadt. Highlight im Innern ist die markante Wendeltreppe, über die Besucher:innen entlang der Glasfront zu den Ausstellungsebenen gelangen. Danach empfehle ich dir auf jeden Fall einen Spaziergang zum nahe gelegenen Skulpturengarten: Im geschichtsträchtigen Ambiente der Stadtmauer findest du dort, umgeben von Skulpturen zeitgenössischer Künstler:innen, einen Ort der Ruhe vor.

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Die schwarz-weiße Wendeltreppe des “Neuen Museums” in Nürnberg. Quelle: Belinda
Neugierig auf die Welt von morgen?

Im Zukunftsmuseum Nürnberg kannst du Roboter treffen, Zukunftsstädte erkunden und herausfinden, wie wir morgen leben, arbeiten und reisen. Alles zum Anfassen, Ausprobieren und Staunen!

Lust auf Fachwerkflair, Foodie-Spots und Szeneviertel?
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Gostenhof – das lebendige & kreative Szeneviertel

Es lohnt sich, Nürnberg auch abseits der bekannten Pfade zu entdecken. Denn dann landest du mitunter in besonderen Stadtteilen wie Gostenhof. Direkt an die Altstadt grenzt das kreative und multikulturelle Trendviertel, auch „GoHo“ genannt. Alternative Kneipen und Restaurants, Street Art und eine lebendige Kunst- und Kulturszene prägen diese Sehenswürdigkeit. Den zweiten Weltkrieg überstand der Stadtteil überwiegend unversehrt, sodass heute schmucke Jugendstilbauten mit kunstvollen Fassaden die Straßen säumen. Doch das war nicht immer so. Noch in den 1970er-Jahren galt Gostenhof als heruntergekommen und verrufen. In Folge einer Stadtteilsanierung ab den 1980er-Jahren wandelte sich der Stadtteil zunehmend zu einem Ort der kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit. Dort findest du auch das im Jahre 1979 gegründeten Gostner Hoftheater, das älteste freie Theaterhaus Nürnbergs. Im kleinen Rahmen mit gerade mal 82 Plätzen erlebst du sowohl klassische Stücke, die modern inszeniert werden, als auch Eigenproduktionen. Den wohl besten Kaffee Nürnbergs bekommst du in der Kaffeerösterei Machhörndl, die neben einem Standort in Gostenhof noch zwei weitere Filialen in der Stadt hat. Ob beim Kaffeebrauwettbewerb „World Brewer’s Cup“ oder bei den Latte Art und Barista Meisterschaften – das Team hat bereits zahlreiche Preise gewonnen. Heute bietet es mit Leidenschaft vielfältige Geschmacksaromen der Bohnen an – von Karamell-Dattel-Grapefruit bis Sternfrucht-Johannisbeere. Dazu gibt es eine kleine, aber feine Auswahl an köstlichen Kuchen. Sehr empfehlenswert für Rotbier und klassische Gerichte wie fränkische Bratwurst, Brotzeiten und Käsespätzle ist die Schanzenbräu Schankwirtschaft mit gemütlichem Biergarten zum Verweilen an warmen Tagen.

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Wohlfühlorte mitten in der Stadt – Nürnbergs grüne Ecken

Nach so viel Sightseeing ist dir nach einer Erholung zumute? Dann kommen hier vier schönen Lieblingsorte für eine Pause im Grünen. Direkt in der Nähe der Kaiserburg liegt der kunstvoll angelegte Bürgermeistergarten – ein kleiner Geheimtipp, der sich versteckt auf dem Wehrgang der Stadtmauer befindet. In dieser Stadtoase ist meist wenig los und du kannst hier herrlich entspannen, die Blumen bestaunen oder den Blick über Nürnberg schweifen lassen. Ebenso lohnt sich der 19 Hektar große Stadtpark im Herzen Nürnbergs, der zum Radfahren und Spazieren gehen einlädt. In der Mitte des Parks findest du eine Kopie des barocken Neptunbrunnens, dessen Original in Sankt Petersburg steht. Die rund 400-jährige Linde gleich daneben hat mich besonders beeindruckt und zeigt den teils alten Baumbestand des Stadtparks. Lust auf Eis? Dann gönn dir am Eisautomaten einen köstlichen Eisbecher der Nürnberger Eismanufaktur Eis im Glück – so lecker! Deutlich kleiner, aber ebenso schön ist der Rosenaupark. Mit drei Hektar Grünfläche bietet er viele Bänke, einen großen Kinderspielplatz und einen Café Kiosk, wo du dir ein kühles Bier und leckere Gerichte wie Salate, Schnitzel und Curry genehmigen kannst. Sehr empfehlenswert ist außerdem der Park Luitpoldhain, der zum Volkspark Dutzendteich gehört. Trotz düsterer Vergangenheit – die Nationalsozialisten veranstalteten ihre Reichsparteitage auf dem Gelände – ist die Grünfläche heute ein idyllischer Erholungsort. Eine Ehrenhalle erinnert an die Opfer beider Weltkriege. An zwei Tagen im Sommer (27. Juli und 9. August 2025) finden hier die Konzerte der Veranstaltung Klassik Open Air statt, die als das größte Freiluftfestival mit klassischer Musik in Europa gilt. Mehr als 70.000 Menschen genießen jährlich bei freiem Eintritt die hochkarätigen Gastspiele der Staatsphilharmonie Nürnberg und Nürnberger Symphoniker.

 

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Brunnen im Stadtpark in Nürnberg.
Kunst, Musik & Kultur: Event-Tipps in Nürnberg

Neben dem Klassik Open Air bietet Nürnberg im Frühling und Sommer noch viele weitere lohnenswerte Veranstaltungen: Beim Open-Air-Musikfestival Bardentreffen erklingen verschiedene Musikrichtungen inmitten der malerischen Kulisse der Altstadt. Kunst- und Kulturfans sollten außerdem die Blaue Nacht nicht verpassen, bei der die Altstadt im blauen Licht erstrahlt und rund 50 Kulturorte mit einem vielseitigen Programm locken. Bierfans aufgepasst: Rund 50 regionalen Brauereien bieten auf dem alljährlichen Fränkische Bierfest ihre Spezialitäten an. Inmitten der Kulisse des Burggrabens findest du hier eine besonders gemütliche Atmosphäre vor.

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