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Gemeinsam Verantwortung ĂĽbernehmen

So können wir einen Beitrag leisten

Fliegen verursacht CO₂-Emissionen und weitere Klimaauswirkungen. Deshalb arbeitet Eurowings gemeinsam mit der Lufthansa Group daran, den Flugbetrieb Schritt für Schritt effizienter zu gestalten – unter anderem durch die Modernisierung unserer Flotte, einen ressourcenschonenderen Flugbetrieb und den Einsatz von Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF.

Darüber hinaus unterstützt Eurowings ausgewählte Klimaschutzprojekte, die - außerhalb des Flugbetriebs der Lufthansa Group - zur Vermeidung oder langfristigen Bindung von CO₂ beitragen können.

Mit der Buchung von PlanetBlu können Reisende den zusätzlichen Einsatz von SAF und ausgewählte Klimaschutzprojekte unterstützen.

Fliegen verursacht neben CO₂-Emissionen weitere Klimaauswirkungen, die durch PlanetBlu nicht berücksichtigt werden. PlanetBlu macht deinen Flug nicht nachhaltig oder klimaneutral. 

Beitrag zu COâ‚‚-Einsparungen auf kĂĽnftigen FlĂĽgen durch SAF

Flugzeugbetankung mit SAF

Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF, ist ein Flugkraftstoff, der nicht aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl oder Erdgas hergestellt wird. Die derzeit von der Lufthansa Group eingesetzte SAF-Generation wird hauptsächlich aus biogenen Reststoffen hergestellt, zum Beispiel aus gebrauchten Speiseölen und -fetten.

Bei der Verbrennung von SAF entstehen ähnlich viele CO₂-Emissionen wie bei fossilem Kerosin. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg kann das von der Lufthansa Group eingesetzte SAF im Jahresmittel jedoch mindestens 80 % geringere CO₂-Emissionen gegenüber fossilem Kerosin erreichen.

Der durch Kund:innen finanzierte zusätzliche SAF-Anteil wird innerhalb von sechs Monaten nach dem jeweiligen Flug in den Flugbetrieb der Lufthansa Group eingebracht. Das SAF wird dabei nicht notwendigerweise auf dem individuell gebuchten Flug eingesetzt, sondern im Streckennetz der Lufthansa Group verwendet.

Der zusätzliche SAF-Einsatz über PlanetBlu erfolgt zusätzlich zur gesetzlich verpflichtenden EU-SAF-Quote.

Beitrag zu ausgewählten Klimaschutzprojekten

myclimate Klimaschutzprojekt Indien

Eurowings unterstĂĽtzt gemeinsam mit Partnern wie myclimate, First Climate, Ceezer und Senken sowie mit Projekten der Projektentwickler Climeworks und 1PointFive weltweit technologie- und naturbasierte Klimaschutzprojekte.

Diese Projekte können dazu beitragen, CO₂ außerhalb des Flugbetriebs der Lufthansa Group zu vermeiden oder langfristig zu binden – zum Beispiel durch Aufforstung, Waldschutz, erneuerbare Energien oder technologische Verfahren zur CO₂-Entnahme.

Die meisten Projekte außerhalb Europas sind nach internationalen Standards wie Gold Standard oder Puro.Earth zertifiziert. Die Wirkung und Qualität europäischer Klimaschutzprojekte werden durch die Einhaltung nationaler Standards sichergestellt, zum Beispiel Carbon Standards International (CSI) oder ISO 14064.

Die unterstützten Projekte lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen:

  • Removal-Projekte: Projekte, die COâ‚‚ aus der Atmosphäre entfernen und langfristig binden können, zum Beispiel durch Aufforstung, Biokohle oder Direct Air Capture.

  • Avoidance-Projekte: Projekte, die dazu beitragen können, zusätzliche Emissionen zu vermeiden, zum Beispiel durch erneuerbare Energien oder energieeffiziente Technologien.

Einige Projekte leisten darüber hinaus Beiträge für lokale Gemeinschaften oder Biodiversität.

Aktuell werden die folgenden 14 Klimaschutzprojekte unterstĂĽtzt:

Ă–sterreich: Sonnenerde PyroDry

Sonnenerde ist seit 2012 ein Pionier auf dem europäischen Pflanzenkohlemarkt und wandelt organische Abfälle in Biochar um – ein Material, das durch die Erhitzung organischer Reststoffe in einer sauerstoffarmen Umgebung entsteht. Dieser Prozess speichert CO₂ in einer stabilen Kohlenstoffform und trägt zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung bei. Sonnenerde hat seinen Sitz in Riedlingsdorf (Österreich) und nutzt Siebreste aus der eigenen Kompostierungsanlage als Ausgangsmaterial.

Belgien: Soil Capital – Klimaschutzprojekt für den Ackerbau

Der belgische Agrarsektor befindet sich an einem Wendepunkt, da konventionelle Bewirtschaftungsmethoden die Bodengesundheit beeinträchtigen und die Anfälligkeit für Dürren und Überschwemmungen erhöhen können. Soil Capital begegnet dieser Herausforderung, indem es Europas erstes zertifiziertes Carbon-Payment-Programm betreibt und Landwirte für die Einführung klimafreundlicher Praktiken belohnt.

Bolivien: Exomad Green – Industrielle Pflanzenkohle

Exomad Green betreibt ein großskaliges Projekt zur CO₂-Entnahme mittels Pflanzenkohle und wandelt nachhaltig gewonnene Forstreststoffe in Biochar um. Durch Pyrolyse – einen Hochtemperaturprozess in sauerstoffarmer Umgebung – wird Kohlenstoff in eine stabile Form überführt, die über lange Zeiträume gespeichert werden kann.

Kolumbien: Wiederaufforstung in Vichada

Das Wiederaufforstungsprojekt in der kolumbianischen Region Vichada erstreckt sich über rund 76.000 Hektar, davon etwa 8.000 Hektar ausgewiesene Schutzflächen. Zuvor ungenutzte Savannenflächen werden mit Baumarten wie Teak, Kiefer und Eukalyptus aufgeforstet, wodurch vielfältige Waldlandschaften sowie Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entstehen.

Deutschland: Klim – Regenerative Landwirtschaft

Das Projekt „Regenerative Landwirtschaft“ von Klim unterstützt die Wiederherstellung von Böden und den Klimaschutz in Deutschland. In Zusammenarbeit mit mehr als 3.500 Landwirten auf über 700.000 Hektar fördert Klim den Übergang zu regenerativen Praktiken wie vielfältigen Fruchtfolgen, reduzierter Bodenbearbeitung, ganzjähriger Bodenbedeckung und dem Einsatz organischer Düngemittel.

Island: Climeworks Direct Air Capture

Mammoth ist eine der größten Direct-Air-Capture- und Speicheranlagen von Climeworks. Die Anlage befindet sich in Hellisheiði (Island) und ist seit Mai 2024 in Betrieb. Sie entzieht der Umgebungsluft direkt Kohlendioxid (CO₂) und speichert es unterirdisch, wo es mineralisiert und dauerhaft im Gestein gebunden wird.

Indien: Varaha – Kohlenstoffbindung & Wiederherstellung von Grasland

Dieses gemeinschaftsbasierte Projekt im ländlichen Indien zählt zu den weltweit größten Pflanzenkohle-Initiativen. Durch Hochtemperatur-Pyrolyse wird Biomasse in Biochar umgewandelt, wodurch eine langfristige Kohlenstoffspeicherung ermöglicht wird, indem atmosphärisches CO₂ in eine stabile Form überführt wird.

Indien und Kenia: Sistema.bio – Biodigester

Sistema.bio adressiert Herausforderungen wie Energiezugang, Abfallmanagement und Bodengesundheit, indem Kleinbäuerinnen und Kleinbauern modulare Biodigester bereitgestellt werden. Diese Systeme wandeln tierische Exkremente in Biogas zum Kochen und für landwirtschaftliche Anwendungen sowie in nährstoffreichen organischen Dünger um.

Italien: Agrarökologie

Die italienische Landwirtschaft steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen durch Bodendegradation und den Klimawandel. Das Projekt unterstützt die Einführung von dreizehn evidenzbasierten regenerativen Praktiken, darunter Zwischenfruchtanbau, reduzierte Bodenbearbeitung, der Einsatz von Kompost und Pflanzenkohle (Biochar) sowie Agroforstwirtschaft. Landwirte erhalten technische Unterstützung und Schulungen, um diese Maßnahmen in ihre Betriebe zu integrieren. Dadurch wird die Kohlenstoffbindung im Boden erhöht, während gleichzeitig die Produktivität verbessert und die Abhängigkeit von chemischen Betriebsmitteln reduziert wird.

Kenia: Effiziente Kochöfen (Tembea)

In ländlichen Gemeinden der Siaya-Region im Westen Kenias wurde traditionell auf offenen Feuerstellen gekocht, die große Mengen Brennholz erfordern. Über gemeinschaftliche Spar- und Kreditgruppen erhalten Haushalte Zugang zu effizienteren Kochöfen. Dies reduziert den Brennholzverbrauch, verringert den Druck auf lokale Waldressourcen und trägt zur Emissionsminderung bei.

Mongolei: MicroEnergy Credits – Saubere Energie für Haushalte

MicroEnergy Credits unterstützt eine bessere Luftqualität und reduzierte Emissionen in der Mongolei, indem einkommensschwachen Haushalten der Zugang zu effizienten Heiztechnologien ermöglicht wird. In Partnerschaft mit der XacBank stellt das Programm Finanzierungen für effiziente Öfen und Gebäudedämmung bereit und senkt so den Brennstoffverbrauch. Seit 2009 wurden mehr als 160.000 Haushalte erreicht.

Schweiz: Recoal – Schweizer Projekt zur Kohlenstoffentnahme

Recoal entwickelt Lösungen für den Umgang mit Biomasseresten, die andernfalls bei der Zersetzung CO₂ und Methan freisetzen würden. Der Ansatz basiert auf Biomass Carbon Removal and Storage (BiCRS) unter Einsatz der Hydrothermalen Karbonisierung (HTC), bei der Biomasse in stabile Kohlenstoffmaterialien für die langfristige Speicherung umgewandelt wird.

Uganda: Verbesserte Kochöfen

Dieses Projekt fördert den Einsatz energieeffizienter und langlebiger Kochöfen in ugandischen Haushalten. Im Vergleich zu traditionellen Kochmethoden können diese Öfen den Brennstoffverbrauch deutlich reduzieren. Die Initiative unterstützt sowohl die Verbreitung der Öfen als auch die Sensibilisierung der Bevölkerung und hat bislang über 6 Millionen Menschen erreicht.

USA: Direct Air Carbon Capture & Sequestration (STRATOS)

Die STRATOS-Anlage von 1PointFive im Süden der Vereinigten Staaten entzieht der Atmosphäre direkt Kohlendioxid und speichert es sicher im Untergrund. Als großskaliges Direct-Air-Capture-Projekt leistet sie einen Beitrag zur Entwicklung skalierbarer Technologien zur dauerhaften CO₂-Entnahme.

Häufig gestellte Fragen

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